Als schon viele Tage vorüber waren und Christophorus einmal in seiner Hütte ausruhte, hörte er ein Kind vom Fluss herrufen: „Christophorus, komm heraus und bring mich hinüber!“
Christophorus ging hinaus und fand ein Kind am Ufer des Flusses. Das bat ihn sehr: „Bring mich hinüber ans andere Ufer.“
Da nahm Christophorus das Kind auf seine Schultern, griff zu seinem Stab und stieg in das Wasser.
Und siehe: Wie er den Fluss überquerte, da schwoll das Wasser mehr und mehr an. Immer schwerer wurde das Kind, so schwer wie Blei. Je weiter Christophorus ging, desto höher stieg das Wasser, desto schwerer wurde das Kind auf seinen Schultern.
Da bekam er große Angst und fürchtete, er müsse ertrinken.
Als Christophorus endlich den Fluss überquert hatte, setzte er das Kind am anderen Ufer ab und sagte: „Kind, du hast mich in große Gefahr gebracht.“
Da antwortete das Kind: „Wundere dich nicht, Christophorus. Du hast heute Christus getragen, deinen König. Ich bin der, dem du mit deiner Arbeit dienst.“